Schwammtage und ihre Auswirkungen

Mit Beginn der Schwammkatastrophe (ich brauch dringend einen schönen griffigen Ausdruck dafür mit mindestens einem englischen Begriff und vielen Abkürzungen - Vorschläge?) also mit Beginn des familiären Ausnahme-Ausnahmezustandes hatten wir Janna gebeten ihre drei (zwei?) Freundinnen bitte wieder auszuladen, da wir zusätzliche Übernachtungsgäste nicht wirklich unterbringen konnten.

Sie war damals ziemlich angepiekst - aber so war es nun mal. Vor zwei Tagen hab ich mitbekommen, dass sie ihre Freundinnen trotzdem kommen, aber im Hostel übernachten. Soweit, so gut.

Allerdings seit sie weiss, dass ich es weiss, erzählt sie mir täglich, dass sie mit den Mädels etwas abends unternehmen will. Kein Problem, sie hat sowieso um 17:00 Uhr Feierabend und diese Woche liegt abends nichts wirklich dringendes an. Auch Freitag hat sie dann normal frei, d.h. spätestens gegen 16 Uhr.

Ich glaube auch nicht, dass ihr nur um die Mitteilung an sich geht. Sogar Leute wie ich (über 40 mit ner beginnenden IT-Demenz) können sich Dinge merken, die mehrfach "offline" erzählt werden...

Sie will wohl eher zusätzlich frei haben, aber nicht fragen ... warum auch immer.

Mann Mädel, wer nicht fragt - kriegt nix... so ist das im Leben - speziell für uns Frauen!

Mittwoch kommen die Damen und dann werd ich mal gucken, ob ich sie noch freischaufeln kann. Aber wetten, sie hat es mir bis dahin noch einige Male erzählt und nicht einmal nach früher Feierabend gefragt??

Kinder!!

1 Kommentar 10.11.08 22:36, kommentieren

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manchmal könnte ich verzweifeln

Heute hatte ich das "Vergnügen" von meinem Arbeitgeber zu einem Seminar in Arbeitsrecht geschickt. So rasend neues hab ich da zwar nicht gehört, aber man wird ja nicht dümmer und der Kaffe war so gerade noch akzeptabel.

Dort ist mir dann wieder einmal der Begriff des "schlüssigen Verhaltens" untergekommen. Im Wesentlichen besagt das, dass man im Arbeitsleben sich auch das ein oder andere selbst denken können sollte, weil die Tatsachen eben nur einen bestimmten Schluss zulassen.

Am Beispiel Überstunden: Wenn der Boss kurz vor Feierabend noch eine Arbeit ansagt, von der er wissen muss, dass sie lange dauert und dazu ausdrücklich noch sagt, dass sie heute erledigt werden muss, braucht er nicht extra anzusagen, dass er hiermit entsprechende Überstunden anordnet.

Soweit die Theorie.... dass das nicht 1:1 auf unser Leben mit Janna zu übertragen ist, ahnte ich bereits....

Seit letzter Woche ist die Tatsache, dass wir Sohnies Zimmer ausräumen müssen ein Dauerthema bei uns. Daran hatte sich ja unter anderem der Aufräumstreit zwischen Janna und Sohni entzündet.

Heute früh fragte mich Janna (und ich gebe zu ich war in Aufbruchshektik) wo denn Sohnis Hosen wären... "Im Schrank bei Sohn2" hab ich nur die Treppe raufgerufen, denn ich hatte gestern spät abends noch angefangen endlich seine Klamotten zu seinem Bruder umzulagern.

HEUTE nachmittag waren die Hosenschubladen in seinem Zimmer (das was wir eigentlich schon längst geräumt haben wollten) wieder frisch gefüllt - mit all den Hosen die Janna heute zusammengelegt und einsortiert hatte.

In Schulnoten eine 3 wegen "gelerntes Wissen richtig angewendet" denn "wenn Hose von Sohn1 dann Schrank von Sohn1"

Zumindest zu meiner Schulzeit benötigte man für alles ab ner 2 auch Transferleistung. Von zwei gelernten Zuständen (hier: notwendige Auslagerung aller Sachen von Sohn1 und der notwendigkeit die Hosen wegzupacken) eigenständig auf einen dritten zu schließen (hier: entweder Göttergatten fragen ob Hosen oder noch besser alles umlagern oder noch besser selbstständig damit anfangen) war eben das was wir gaaanz alleine bringen mussten...

Menno... ich muss dringend noch an meinem schlüssigen Verhalten arbeiten.. bis dahin gilt weiter: immer schön alles einzeln ansagen

Morgen hat sie den Auftrag die Wäsche fertig umzulagern, Sohn1 macht jetzt ENDLICH sein "Restaufräumen" und mir und Göttergatte bleibt dann abends das fröhliche Möbelumräumen..... eigentlich wollte ich ja endlich mal wieder "House" gucken - wird wohl nix...

 

Und bevor jetzt einer sagt, ich würde sie überfordern: andere junge Leute in dem Alter sind am Ende ihrer Ausbildung als Polizisten, Krankenschwestern, Rettungsassistenten, Erzieher usw. und müssen täglich ohne Rückendeckung aufgrund von gelernten Wissen neue Situationen selbstständig bewältigen in vollem Wissen um die Konsequenzen....

 

1 Kommentar 10.11.08 22:28, kommentieren

Endlich ein richtiger Streit..

Manchmal hilft es zu streiten - bei unserem älteren Sohn bleibt es nicht aus. Er ist SEHR dickköpfig und zudem noch ziemlich plietsch...

Bislang hat sich noch jede Au-Pair einmal so richtig mit ihm zoffen müssen, er testet einfach sooo lange bis die Mädels platzen. Danach ist es meistens ok.

Nur Janna hatte sich bislang jeglichen Konfrontationen entzogen - bis gestern nachmittag. Entzündet hatte sich das ganze an meiner "Anweisung" an alle Beteiligten die Jungszimmer mal wieder freizuschippen....

Sohn2 hat auch ganz brav mitgemacht - Sohn1 hat jede Zusammenarbeit verweigert.

Als wir Eltern nachmittags nach Hause kam, war Sohni brummelig und wollte nicht erzählen warum - er hätte seine Gründe (da winkt von ferne wohl schon die Pubertät!), Töchterchen war ausgeflogen, Sohn2 gerade mit Kumpel im Anmarsch und Janna war völlig in Tränen aufgelöst.

Es hat dann doch eine Weile gedauert, bis wir das Chaos gesichtet und Sohn2 grundgereinigt hatten.

DANN war ein Gespräch fällig. Janna ist wohl an Sohnis Dickkopf gescheitert. Kann ich gut verstehen - geht mir manchmal auch so. Irgendwann brech ich so eine Konfrontation ab, warte eine Weile und probier es dann nochmal  - eine Taktik die auch unser Betriebsrat immer durchzieht, bis der Gegenüber entnervt aufgibt.

Nein mal ehrlich: Sohni ist nicht einfach und sie hat da einen schwierigen Stand. Sie ihn hat wohl im Verlauf des Gespräches erst auf deutsch, dann auf englisch und dann auf finnisch angebrüllt (?) . Er hat wohl damit gekontert er könne sie nicht verstehen, da ihr deutsch, englisch und auch ihr finnisch (!) zu schlecht sei....

Also bestand der Rest des Abends darin, Janna zu ermutigen nicht aufzugeben und dann ein normenverdeutliches Gespräch mit Sohn zu führen (im wesentlichen haben wir eine Order-de-Mufti rausgegeben a la "wehe Du benimmst Dich nochmal so daneben" )

Heute war es dann SEHR friedlich - mal schauen wie lange es hält.

Ich hoffe SEHR dass Marleen etwas früher Grenzen setzt. Zumindest werde ich ein deutlich wacheres Auge auf unseren älteren Sprössling haben....

Menno... immer so´n Stress...

 

1 Kommentar 7.11.08 20:11, kommentieren

Neues vom Schwamm

Nun ist die eine Seite fast fertig. Die Gaube ist neu konstruiert und nächsten Montag soll dort wieder das Fenster eingebaut werden und dass Zimmer wieder eine Decke bekommen. Dann könnten wir (mal wieder) alles tapezieren, streichen, Fussboden rein und Fussleisten rein. Dann wäre zumindest das "Kämmerchen" wieder halbwegs fertig. Achja, eine Heizung müssen wir da auch wieder einbauen - da am alten Platz die Zuleitung die Abseitentür verdecken würde musste der Heizkörper auch umziehen.

Nach einer langen Diskussion der beiden beteiligten Zimmermanngesellen haben sie gestern nicht die zweite Gaubenseite begonnen, sondern eine Querseite mit dem Krüppelwalm.

Tja und heute morgen um halb acht war es dann soweit. Anruf unseres Bauing: Er stände gerade auf unserem Dach, ob wir mal hochkommen könnten?

Oben angekommen standen alle um einige freigelegte angefressene/zerfressene/nichtmehrexistierende Balken herum. DAS kannten wir ja schon - NEU war dass es diesmal nicht nur die Dachkonstruktion betrifft, sondern auch den Fussboden im Dach - sozusagen die halbe Decke von Sohnis Zimmer...

Das ist DAS Zimmer das wir im September neu mit Fussboden ausgestattet hatten, die Wände verspachtelt hatte und x-mal neu gestrichen hatten (einschließlich Heizung und Tür!) bis es richtig schön gemütlich war.

Dieses Wochenende muss er dort ausziehen. Alle Möbel werden umgelagert in andere Zimmer/die Garage und sein Bett kommt erst mal mit in unser Zimmer. Sein Fussboden wird dann mit Weichplatten abgedeckt und seine Decke auf einer Fläche von 6x2m abgerissen. Wir hoffen das das reicht. In der Deckenkonstruktion liegt nämlich massenhaft des um 1923 wohl beliebten Strohlehmgemisches und das ist befallen. Ebenfalls befallen sind natürlich auch die angrenzenden Mauersteine.

Eine Woche Arbeit und anschließend evtl. die gleiche Prozedur über dem anderen Jungszimmer - wenn nicht die gesamte Decke betroffen ist....

 

Und ich darf mich jetzt fühlen wie ein russischer Oligarch.. in einer halben Stunde mal so eben ca. 9000 Euro ausgegeben...So langsam wird es schwierig...

Und da man ja in allem etwas Gutes sehen soll: wenn wir schon alles offen haben, werden wir bei der Gelegenheit einen Heizungsstrang ins Dachgeschoss legen - so für alle Fälle..

1 Kommentar 7.11.08 19:55, kommentieren

Ein toller Job?

Töchterchen ist ja (wie fast alle Teenager) notorisch pleite. Klamotten und die diversen Coffeshops geben halt nix für umsonst.

Also hat sie sich schon vor längerer Zeit bei diversen Schülerjobs beworben - aber da sie "erst" 15 ist, war die Reaktion eher mau.

Dementsprechend enthusiastisch war sie letztes Wochenende als sich jemand meldete: Sie könne Zeitschriften austragen, 2x die Woche nachmittags.

Der Lohn (7 Cent pro Zeitschrift) hörte sich bei dem relativ weit verstreuten Gebiet nicht sooo toll an, aber naja... Da es eilte (da war wohl jemand abgesprungen) bekamen wir die Unterlagen als Excel-Tabelle. Neben einem Personalbogen aus dem mehr oder weniger (mehr weniger als mehr mehr) hervorging dass sie auf 400Euro-Basis angestellt werden sollte, gab es auch noch ein bisschen kleingedrucktes. Sehr kleingedrucktes um genau zu sein. Schriftgrösse 5. Also vergrössern und anschauen...

hmmm..ich zitiere mal:

"Die Tätigkeit ist nicht an die Person des Vertragspartners gebunden. Er kann die Druckerzeugnisse entweder selbst befördern oder andere Personen auf eigene Kosten und eigenes Risiko beauftragen. Dementsprechend wird er im   Verhinderungsfall (Abwesenheit, Krankheit oder Urlaub) eine andere Person   ersatzweise heranziehen  und hiervon den Auftraggeber unverzüglich benachrichtigen"

Also im Klartext: die normalen Arbeitnehmerrechte wie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall bzw. bei Jahresurlaub gibt es nicht. Auch scheint es sich nicht um einen Arbeitgeber sondern um einen Auftraggeber zu handeln. Töchterchen ist also Subunternehmerin?

Zitat:

"Der Vertragspartner legt eine Lohnsteuerkarte  vor."

Also doch Arbeitnehmer??

 

Weiter gehts - wir erinnern uns 7 Cent pro Zeitschrift:

"Bei Verletzung der Vereinbarung, z.B. Nichtauslieferung von Zustellprodukten    ist der Vertragspartner zum Ersatz der entstandenen Schäden verpflichtet     (mindestes 1,50 € pro Zustellobjekt). Bei Bruch der Vereinbarung insbesondere
    bei ungerechtfertigter fristloser Kündigung,haftet der Vertragspartner dem  Auftraggeber für den entstandenen Schaden ebenso in voller Höhe"

Also: wenn jemand also sagt er habe seine "hiersetzenwirdenNameneinerbeliebigenZeitschriftein" nicht bekommen, zahlt Töchterchen mindestens1,50 = 21 ausgetragene Zeitschriften.

Was eine ungerechtfertigte fristlose Kündigung ist, scheint geheim zu sein. Die normale Kündigung ist erwähnt...

Und dann war da noch die Datenschutzklausel:

..."Der Vertragspartner wird ausdrücklich auf die Bewahrung des Datenschutz-    geheimnisses im Sinne des Bundesdatenschutz verpflichtet..."

Hätte ich gut gefunden, hätte ich nicht in der gleichen Excelmappe ein paar Blätter weiter eine alte Jahresurlaubsplaner der Ausfahrer gefunden - komplett mit genauen Urlaubsdaten, Anschrift, Telefonnummer und wer die Vertretung macht...

Da war wohl jemand so richtig routiniert im Umgang mit den modernen Medien.

Fazit: Sooo nicht....sie wird jetzt im örtlichen Supermarkt ihre Babysitterdienste in der neuen Umgebung anbieten (Zitat Töchterchen "Wenn man die Kurzen ernst nimmt, ist es eigentlich ganz einfach "  )

_____

Anmerkung: Göttergatte meint dieser "Vertrach" würde sich wohl perfekt als Anschauungsmaterial für ein Seminar Arbeitsrecht eignen...

Abends rief die "Auftraggeberin/neue Chefin" nochmal an - auf meine Bedenken sagte sie nur, das würden sie schon seit 10 Jahren so machen...

4 Kommentare 5.11.08 22:04, kommentieren

Er ist weg...

Heute morgen hat Janna´s Freund uns verlassen - und ehrlich gesagt wir sind froh darum.

Wir hatten ja nun im Laufe der Zeit so einigen Besuch bei unseren Au-Pairs. S. aus NZ hat innerhalb von wenigen Wochen erst ihren Bruder (damals 18 und im fiesesten Nachteenageralter) und dann ihre Mutter (sehr nett und kein Wort deutsch!) da. Mit K´s Familie aus Dänemark sind wir inszwischen gut befreundet - wir sehen uns regelmäßig. Auch L. aus Finnland hat uns schon mit ihrem Nerd-Dauerfreund besucht und hatte Besuch von einer Freundin aus Finnland.

Alle unterschiedlich - immer alles ein bisschen anstrengend aber auch ganz lustig. Aber KEINER hatte es bislang geschafft, dass wir uns als geduldeter Gast im eigenen Haus fühlen.

Da wird morgens nicht gegrüßt, die Küchen(Bade)-zimmertür vor der Nase zugemacht und unsere Küche für Kochaktionen (natürlich ohne ernsthaftes Aufräumen danach - das haben wir dann gemacht) ohne Vorwarnung belegt. Die Krönung war dass er haute morgen einmal kurz (und sehr laut) an unsere Schlafzimmertür klopfte und dann ohne gross zu warten bei uns im Zimmer stand um sich zu verabschieden.

Ich hatte Janna dann heute nachmittag versucht, ein paar grundsätzliche (deutsche?) Höflichkeitsregeln zu erklären. Mir ist schon klar, dass sie letzte Woche permanent zwischen unsere Ansprüchen an sie und seinem Anspruch auf Aufmerksamkeit hin-und hergerissen war.

Sie hat das Gespräch gleich genutzt um mich zu fragen, ob ihre Au-Pair Freundin (auch aus Finnland) heute nacht bei ihr schlafen kann - die Damen wollen auf Zwutsch gehen. Naja... ihre Freundin ist eigentlich ganz nett - ich hatte beide zusammen mal zufällig in der Stadt getroffen. Also kein Problem dachte ich..

Bis ihre Freundin dann vorhin kam, beide Damen erst ins Bad verschwanden, dann miteinander finnisch schwatzend an Göttergatte vorbeimarschierten und dann (mal wieder?) die Küchentür vor Göttergatte zumachten. Tja klassischer Fall von "Ausgesperrt"

Unglaublich lernfähig die Dame - ich weiss noch nicht ob ich es aufgeben soll oder irgendwann platze ...

2 Kommentare 1.11.08 19:51, kommentieren

Hostel mit W-Lan

... das sind wir eigentlich nicht. Demzufolge fände ich es ganz nett, wenn Janna´s Freund wenigstens "Guten Morgen" o.ä. brummeln würde...

Wie befürchtet hat Janna ihr ohnehin nicht üppiges Engagement weiter heruntergefahren. Da werden wir dann wohl demnächst mal ein Aufgaben-ins-Gedächnis-ruf-Gespräch führen müssen - nach meiner Dienstreise nächste Woche.

Was mich allerdings echt nervt, ist daß sie mit allen Kinderneuigkeiten wartet bis ich zu Hause bin. Göttergatte, der im Moment wegen massiver Rückenprobleme viel zu Hause ist (oder soll ich sagen zuHause liegt?) erfährt davon nichts.

Wäre auch zu einfach gewesen, IHM zu sagen, das der beste neue Kumpel von Sohn2 vielleicht doch morgen Zeit für´s Halloween-laufen hat. Dann hätte Göttergatte ja darauf reagieren können. Stattdessen bekomme ich das dann so nebenbei um 21Uhr erzählt.

Manchmal frage ich mich, ob wir die einzige Familie der Welt sind bei der sich auch der Vater um die Kinder und ihre Interessen kümmert????

3 Kommentare 30.10.08 22:13, kommentieren

Zu dynamisch

... war ich wohl heute nachmittag. Ich hab noch ein paar alte Dübel aus dem unteren Bad gezogen um die Löcher dann dicht zu machen. Schließlich soll es nun endlich bald tapeziert werden...

Tja und ich wunder mich noch wer denn DIESE Riesendübel soooo gut in die Wand gekloppt hat...und während ich mich wunder und zieh (und den Dübel komplett dabei ruiniere) fällt mein Blick auf das Wort "Befestigung Heizk"

Upps... da sollte wohl nach dem Tapezieren der Heizkörper/Handtuchwärmer dran...

Gut dass das eine flexible Befestigung ist. Oder wie Göttergatte sagte:" Loch dicht machen - die sind so planlos, die wissen sowieso nicht mehr was sie wo und wie befestigen wollten"

 

 

1 Kommentar 27.10.08 20:33, kommentieren

Das 3-Monats-Tief

ist bei uns eher ein 2-Monats-Tief geworden.

Janna hat dieses Wochenende Besuch von ihrem Freund aus Finnland. Wie schon lange geplant, trifft sie sich mit ihm in Hamburg, bleibt dort bis Montag abend und bringt ihn dann mit.

Ich hatte mir Montag extra frei genommen, damit sie ihn einen Tag länger allein für sich hat und trotz der katastrophalen Bausituation hatten wir beschlossen, dass wir ihr und ihm nicht absagen. Seine Flugtickets waren längst gebucht und ein Hotel oder Hostelzimmer kann er sich wohl nicht lang genug leisten. Sei´s drum das werden wir auch noch irgendwie überstehen und Donnerstag (?) reist er wieder ab.

Das Problem ist eher die Zeit danach: sowohl Göttergatte als auch ich gehen davon aus, das Jannas magere Motivation sich für irgendetwas selbstständig verantwortlich zu fühlen dann gegen null sinkt. Schon die letzte Woche war sehr mau:

Angesagt war Dienst von 9-15 Uhr. Ein eher harmloses Programm sollte man meinen.

Bei Janna sieht das so aus: Wir erscheinen exakt 2 Minuten vor 9 auf der Bildfläche, frühstücken dann erst einmal ausgiebig bis halb zehn und schauen dann mal was los ist. Ist hier Stress und Hektik angesagt, gehen wir exakt DANN eine lange Hunderunde.

Frühstück für Sohn2 machen? Sohn1 vor 12 Uhr wecken? Dafür sorgen dann die Jungs warme Klamotten anhaben? Die Herren vom Computer nach draussen nötigen/begleiten? Irgendetwas in den Kinderzimmern ohne vorherige Ansage aufräumen (lassen) - alles Fehlanzeige.

Kochen hat wohl letzte Woche weitgehend Töchterchen gemacht, weil sie das Drama nicht mehr mitansehen konnte. Trotz des Chaos macht Janna ausschließlich nur das, was mal als ihre Aufgabe definiert wurde - wenn überhaupt.

Ausflüge und Extras gehen zur Zeit auch nicht, da die Bausituation (die ja eigentlich schon beendet war) massenhaft elterliche Zeit beansprucht.  

Wenn ihr jetzt was sage, wird sie vermutlich postwendend heim zu Mami fahren. Sag ich nichts, drehen die Kinder ab.....

Noch acht Wochen und dann ist Weihnachten....

1 Kommentar 26.10.08 10:01, kommentieren

Der Sonnenbalkon - oder neues vom Hausschwamm

So nu isses Samstag morgen und so langsam kommt System in die ganze Veranstaltung.

Gestern haben sich Göttergatte, unser begleitender Bauing. und der Zimmermann zusammengesetzt und mal Tacheles geredet. Der ganze Spass wird wohl knapp 30T extra Kosten. Schwiegervater hat schon Unterstützung signalisiert - da es sein Ex-Haus ist, finde ich das auch nicht übertrieben.

Die Gaube auf der Gartenseite ist jetzt komplett weg und die Wände zu den Abseiten sind jetzt auch raus. Die Dachboden über der Gaube ist ebenfalls entfernt. Wir haben jetzt einen 1a Sonnenbalkon!!

Das hat uns dann zwei zusätzliche Erkenntnisse beschert: Neuester Stand der Dämm-Technik war 1923 (Baujahr des Altbaus) wohl der reichliche Einsatz von Strohmatten und wir haben zwei sehr grosse Abseiten rechts und links vom kleinen Zimmer, die wir nicht wieder komplett zumachen werden. Da ja das Dach an dieser Stelle sowohl von innen als auch von aussen dicht sein wird, wird es wohl in Zukunft kleine Abseitentüren geben. Damit gewinnen wir Stauraum (immer gut) und können regelmäßig kontrollieren ob unser Freund der Schwamm wieder da ist.

Montag kommt dann die Gaube auf der Strassenseite dran. Das untere Bad ist (fast) fertig. Der Fliesenleger war unglaublich schnell und gründlich - der Sanitärmensch mal wieder weder noch. Den Auftrag für das obere Bad bekommt er jedenfalls nicht! (und vermutlich auch keine weitere Aufträge über unseren Bauing. )

Achja, einen Zeitrahmen haben wir jetzt auch: wenn wir vor Weihnachten wieder alles zu und betriebsfertig sind waren wir gut!

 

 

1 Kommentar 25.10.08 11:08, kommentieren